| Die Stadt
Irgendeinmal vor langer Zeit lebten auf der sumpfigen Schlachtenerde zeitgenossischer Stadt raue nördliche Menschen. Sie vertrauten der eigenen Erde nicht, sie wussten, dass sie viel Wasser in sich hat, ist deswegen unbeständig und mag nicht, wenn man auf ihr etwas baut. Dann kam der Zar Peter, und sehr bald schauten sie auf die Ergebnisse zaristischer Kühnheit mit verehrender Begeisterung. Hier wurden Schlösser errichtet, grosse Strassen angelegt, aber die nördlichen Ureinwohner konnten nicht verstehen, wie es dem kolossalen Imperator gelungen ist, diese morastige und verdammte Erde zu erobern. Und sie haben sich eine Sage ausgedacht. Ihr zur Folge wurde die Stadt nicht auf der Erde, sondern im Himmel gebaut, und nicht nur der Zar, sondern auch der Schöpfer selbst nahm am Bau teil. Und nachts liessen irgendwelche niedere Götter- Lastenträger die Stadt vorsichtig runter zu den Menschen. Und einmal, als die Erde die Herrlichkeit dieser Stadt gesehen hatte, wurde sie nachgiebig und hörte auf, die Häuser zu verschlingen... Die Stadt stand fast 300 Jahre lang und bestellte sich von Zeit zu Zeit im Himmel mal ein würdiges Schloss, mal einen Kai, der behutsam irgendeinen Stadtfluss umhüllte, als ob er ihn überreden wurde, die Ufer zu beachten. Und einmal bekam ein Stadtmaler Yuri Mikhailov eine Tochter Lisa. Sehr bald hat sie verstanden, dass sie auch das Los hat, Malerin zu werden; und erkannte sehr schnell die alte Legende und fing an diese Stadt der Legende entsprechend zu malen. Bei Lisa Mikhailova ist es eine erstaunliche Stadt. Sie ist aus Luft und aus Wasser. Sie ist solide und gewichtig — in der Schwerelosigkeit eines mit Regenwasser gewaschenen Spiegels mit einem nebligen Dunst am Rande. | |||||
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